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Formal wird der Beginn eines Tagebuchs, im Sinne eines „subjektiven Journals“, häufig durch einen Steckbrief oder eine kurze Vorstellung des Schreibenden eingeleitet. Beendet wird der Eintrag durch eine Abschiedsformel. Eine weitere formale Besonderheit des Tagebuchs kann nach einer längeren Schreibpause auftreten, für die sich der Tagebuchschreiber häufig entschuldigt. Diese Rituale lassen sich in der Regel auch bei Online-Diaries konstatieren. Neben Blogs liegt insbesondere auch literarischen Tagebüchern ein bewusster Gestaltungswille – Optik und Schreibstil – zu Grunde, der sich durch eine Veröffentlichungsabsicht erklären ließe. Weiterlesen »

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Tagebücher haben eine lange Tradition. Jeder hat bisher mal einen zaghaften Tagebucheintrag gewagt. Manche nehmen das Tagebuchschreiben ein wenig ernster als andere. Dass Tagebücher von literarischer Qualität sein können, demonstrieren Schriftsteller jede Saison von neuem. Einige praktizieren das Tagebuchschreiben mit besonderer Raffinesse und veröffentlichen ihre  „hingekritzelten Gedankenfetzen“ wenig später. Ein berühmter deutscher Tagebuchschreiber ist der Schriftsteller Martin Walser. Seine Tagebücher erscheinen regelmäßig bei Rowohlt und umfassen jeweils eine Dekade seines Lebens. Erst im Frühjahr 2010 konnte der Leser erfahren, wie empfindsam der Autor in den 70er Jahren auf die schmähenden Kritiken reagierte – speziell auf jene FAZ-Kritik von Marcel Reich-Ranicki –, die er für sein Werk „Jenseits der Liebe“ einheimste. Weiterlesen »

Bloglovin’ die Blogcommunity will Nutzern einen konzentrierten Überblick auf die Blogaktivitäten ermöglichen. “Reading blogs can be a pain in the ass. We created bloglovin´ so you wouldn’t have to visit un-updated blogs, open ten windows in your browser or forget your favourite blogs web-addresses. With bloglovin´ we wanted to make your blog reading fun and easy.” 2007 gründeten junge Schweden Bloglovin’ und hier passiert nix anderes als die große Sammlung und Zusammenführung aller persönlich abonnierter RSS-Feeds. Der große Unterschied zu z.B. Google Reader? Die abonnierten Blogs sind für Andere öffentlich im eigenen Profil zu sehen „thumb up- Linda likes Postlit“. Liegt es an mir, oder klingt das nach sozialem Stress? Außerdem gibt es Empfehlungen zu anderen Blogs a la Amazon: „People who bought this book, also liked …“. Ja wenn die den mochten, dann liebe ich den. Weiterlesen »

Lesestoff

Ein paar Lektürehinweise zur Online-Journalismus-Debatte.

Qualitätsjournalismus zum Nulltarif?

http://www.zeit.de/2010/33/Forum-Medien

Hier ein paar interessante Zitate aus dem Artikel:

„Viele Menschen geben sich mit minderwertiger Information zufrieden. Sie wollen eher unterhalten werden als alles ganz genau wissen – und weil man auch gar nicht alles ganz genau wissen muss und kann, sprechen Ökonomen in diesem Fall von »rationaler Ignoranz«.“

»Es ist kein Geheimnis«, so der Verhaltensökonom Dan Ariely, »dass wir uns wohlfühlen, wenn wir etwas umsonst bekommen.« Der Nulltarif sei eben nicht »irgendein Preis«, sondern »stark emotional besetzt – ein Quell irrationaler Begeisterung«.

„Die Zukunft der weniger ambitionierten Medien wird dagegen absehbar auch vom »Tom-Sawyer-Geschäftsmodell« abhängen. So nennt Michael Sprengelmeyer, der in Santa Rosa den Guadaloupe County Communicator als journalistischen Online-Start-up betreibt, das, was andere als citizen journalism loben. »So wie der literarische Lausbub seine Kumpels davon überzeugt, wie toll es ist, für ihn einen Zaun zu streichen, so überredet er Freunde und Bekannte, umsonst Artikel zu schreiben oder Seiten zu designen«, zitierte die Financial Times Deutschland kürzlich Sprengelmeyers Überlebensstrategie.“

Und ein etwas älterer Artikel zu Demand-Inhalten: Was wollen User eigentlich lesen? Mit Hilfe von Algorithmen lässt sich das blitzschnell ermitteln… Ein Besuch in der Inhaltefabrik „Demand Media“.

http://www.zeit.de/2010/14/Journalismus-vom-Fliessband

Viel Spaß beim Lesen!

Nina

der Alt-Herren Klub

Czylansky – Der deutschsprachige Multiautorenblog wird geführt von Sebastian von Bomhard, Tim Cole, Alexander Holl, Michael Kausch, Ossi Urchs, Christoph Witte und Alexander Broy. Seit Juni 2008 schreiben sie über

  • Analoges & Avatare
  • Czyslansky-Forschung
  • Czyslanskys Czehn
  • digitales Leben
  • Medien & Politik
  • Privatheit & Security
  • Technik & Business
  • WebCommunities.

Im Schnitt erscheinen monatlich 19 Blogeinträge – zu wenige für eine siebenköpfige Redaktion, jedoch unterhalten alle Czyslansky-Blogger auch private Blogs.

Was ist czyslansky.net?

Die Autoren selber sagen: „42, die Antwort auf alle Fragen, die schon vergebens gestellt und deshalb zu recht vergessen wurden.“ Sie nehmen sich nichts Geringeres vor, als den Sinn des Lebens zu ergründen. Genauer gesagt, des digitalen Lebens. Fragen die czyslansky.net beantworten soll sind: „Was macht die Digitialisierung mit uns? Und wer macht Digitalisierung mit uns? Wie geht das: Digitales Wirtschaften, digitales Marketing, digitales Leben. Welche neue Formen der Kommunikation, der Arbeit, der Kultur blitzen am digitalen Firmament auf (und verglühen vielleicht auch…)? Was wird aus der Null-Blog-Generation? Wie viral ist Politik? Braucht ein guter Blog Frauen?“

Ein guter Blog braucht scheinbar keine Frauen. Weiterlesen »

Bei diesem Video musste ich irgendwie an „The Dullest Blog“ denken: Protest mal anders.

Bitte denkt nicht: ich habe kein anderes Thema!

Aber schaut trotzdem was ich gefunden habe:  Statistik über Internet-Nutzungsverhalten von JugendlichenSpiegel berichtet ausführlich über die Null-Blog-Generation. Dabei geht es vor allem um die Widerlegung der These: Jugendliche sind digital natives und nutzen die neuen Errungenschaften im Internet mit einem angeborenen Selbstverständnis.  Umfragen und Untersuchungen zeigen jetzt jedoch eher: Das Internet wird hauptsächlich genutzt um mit Freunden zu kommunizieren. Nur 3 Prozent der 12- bis 24-Jährigen bloggt! Der Wahnsinn. Unsere Gesellschaft ist einem Irrglauben erlegen.